Wohnflächenberechnung, was Banken wirklich akzeptieren

Fachlich geprüft von Serkan Parlak · zugelassener Immobiliardarlehensvermittler nach §34i GewO (Reg.-Nr. D-W-122-KZSM-71), IHK zu Essen.

Wohnflächenberechnung, was Banken wirklich akzeptieren

Die Wohnflächenangabe im Exposé und die echte Wohnfläche nach Norm stimmen oft nicht überein. Banken rechnen mit der korrekten Berechnung, Käufer sollten das verstehen, bevor sie kaufen.

Zwei Berechnungs-Methoden

  • WoFlV (Wohnflächen-Verordnung): Standard im Mietrecht. Balkon/Terrasse zählen nur zu 25-50 %, Dachschrägen unter 1 m gar nicht, 1-2 m halb.
  • DIN 277: umfassender, alle Flächen inkl. Balkon/Terrasse zu 100 %, Heizungsräume zu 50 %. Erlaubt höhere Quadratmeter.

Bauträger und Verkäufer rechnen oft nach DIN 277, weil das mehr m² ergibt und höhere Quadratmeterpreise rechtfertigt. Banken bewerten meist nach WoFlV, was die Wohnfläche schrumpfen lässt.

Auswirkung auf den Beleihungswert

Bei Abweichungen über 3 % kann der Beleihungswert (Bank-Bewertung) niedriger ausfallen als der Kaufpreis. Das wirkt sich direkt auf den Beleihungsauslauf und damit die Zinsen aus.

Was du beim Kauf prüfen solltest

  • Frage den Verkäufer nach der zugrundeliegenden Berechnungsmethode
  • Hole eine eigene Wohnflächenberechnung, ein Vermesser kostet 200-500 €
  • Bei Abweichung >3 %: Verhandlungsspielraum oder Anpassungsklausel im Notarvertrag

Weiter: Baufinanzierung Essen

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